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Autsch: Brigitte.de wirbt für „schwules Huhn“

8. November 2012

Geht’s noch?! Ein klassisches Beispiel für eine offensichtlich unterbesetzte Online-Redaktion ist Brigitte.de: Ein Leser-Rezept ist mit der Überschrift „Schwules Huhn“ versehen („Die Zitrone mehrfach mit einer Gabel einstechen, dann dem Huhn in den „Hintern“ schieben. Die Haut mit der Würzpaste bestreichen. Je nach Würzpaste salzen und pfeffern.“) und steht seit Stunden unbearbeitet im Netz. Der Shitstorm via Leserbrief & Facebook bricht sich Bahn. Mehr dazu sagen muss man nicht mehr. Zum einen könnte man lachend am Boden liegen, vor so viel Schwachsinn, zum anderen kommen die ersten einschlägigen Kommentare von den üblichen Verdächtigen. Hoffentlich schaltet der zuständige Redakteur bald mal sein Hirn an und drückt den Löschbutton…

Update (20:09 Uhr): Die Redaktion hat es gemerkt und den Eintrag in „Huhn – einfach“ geändert. Danke für den Hinweis, stefanolix!

Update (9.11, 9:09 Uhr): Das BRIGITTE.de-Team erklärt: „Liebe Userinnen und User, wir entschuldigen uns ausgiebigst. Das finden wir auch überhaupt nicht lustig. Das Rezept kam nicht aus der Redaktion, sondern von einem Nutzer. Vielen Dank für den Hinweis, das hatten wir blöderweise selber noch nicht bemerkt. Wir haben den Rezeptnamen und die nicht so tolle Beschreibung umgehend geändert.“

Screenshot brigitte.de (Fotos „verfremdet“).

  1. 8. November 2012 um 19:55

    Aber das war doch augenscheinlich ein Rezept eines Gastes. Meinst Du wirklich, dass sie in einer Online-Redaktion alle Rezepte gegenlesen können?

    Wäre ich dort Moderator, hätte ich das Rezept kommentarlos gelöscht. Das ist doch ein brunzdummer Trollversuch. Erstens wegen der Homophobie und zweitens wegen der Hühner-Würzpaste zu Weihnachten! Das ist ja barbarisch.

    • 8. November 2012 um 20:04

      🙂 Sehe ich ja genauso. Nur sollte eben online geprüft werden, was geschrieben wird. Andere Firmen, wie Stern, haben ja extra ihre Kommentar-Funktionen auf Websiten eingestellt und komplett auf FB umgestellt, da es sonst nicht mehr händelbar ist… Gerade bei so großen Seiten ist es nötig, dass redaktionell Leserkommentare gescannt werden – heute ist es das „schwule Huhn“, morgen die Nazihetze… Das mit dem schnell Löschen seh ich ganz genauso. Bin gespannt, wann die Kollegen es merken und löschen.

  2. 8. November 2012 um 20:07

    Sie haben doch jetzt das Attribut des Huhns gelöscht. Das Rezept heißt nur noch »Huhn«.

  3. 8. November 2012 um 20:09

    Nebenbei: Bist Du sicher, dass man dieses künstlerisch wertvolle Symbolfoto einfach so in einem Screenshot wiedergeben darf? Ich würde es sicherheitshalber verfremden.

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