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Seebeben auf Gran Canaria

28. August 2011

Für kanarische Verhältnisse hat es am vergangenen Montag, 15.15 Uhr, recht heftig gewackelt: Ein Seebeben der Stärke 3,5 auf der Richterskala, hat ganz Gran Canaria für fünf Sekunden wackeln lassen. Das Epizentrum befand sich nur 5 Kilometer südöstlich von Playa des Ingles, der beliebtesten Tourismusregion auf der Sonneninsel.

Die seismologisch ohnehin aktive Region befindet sich zur Zeit wieder in ihrer aktiven Phase. Auf El Hierro, der jüngsten Kanareninsel, wurden seit 19. Juli 3 800 Erschütterungen registriert. Auch La Palma ist immer wieder von Beben betroffen. Beide Inseln sind die (geologisch) jüngsten Hot Spots der Region. Aber auch entlang der „alten“, aber noch immer aktiven, Vulkanzonen ist eine erhöhte Intensität derzeit messbar.

Das Beben auf Gran Canaria war am stärksten in der Stadt Agüimes zu spüren. Aber auch in den anderen Inselteilen meldeten sich Einwohner beunruhigt bei der Polizei. Bis auf ein „paar“ eingestürzte Baustellen, gab es allerdings keine Schäden und zum Glück auch keine Verletzten. Die Erde bebte etwa 5 Kilometer südöstlich der Insel in einer Tiefe von 30 Kilometern. Der „Bebenschwarm“ begann am 11. Mai, als vor der Westküste Marokkos die Erde mit einer Stärke von 5,5 bebte. Seitdem hat sich die gesamte Gegend nicht mehr beruhigt. Bebt die Erde sonst (mäßig) zwei bis drei Mal im Monat, wackelt sie jetzt intensiver und häufiger – etwa acht bis zehn Mal monatlich.

Nur fünf Kilometer vom Strand in Playa del Ingles bebte es am Montag.

Ob sich allerdings das von einigen Geologen erwartete Superbeben nähern, ist weiter unklar. Einige Wissenschaftler erwarten ein schweres Erdbeben der Stufe (mindestens 6), welche sich bei Teneriffa ereignen soll. Dieses könnte ganze Hänge am Meeresboden zum Rutschen bringen und einen Tsuniami erzeugen, der nicht nur auf den Kanaren schwerste Verwüstungen anrichten würde, sondern bis in die USA rollen könnte. Auch die  Westflanke des Cumbre-Vieja-Vulkans auf La Palma könnte solch eine Katastrophe bei einem Beben auslösen.

Die Hot Spots gehören zu den aktiveren Zonen im Atlantik, wo noch aktiver Vulkanismus zu beobachten ist. Vor 20 Millionen Jahren bildeten Vulkane die Kanaren. El Hierro und La Palma entstanden erst vor nur 2  Millionen Jahren – erdgeschichtlich also gerade erst. Nur so sind die bizarren Felsformationen der Inselkette überhaupt entstanden. Hier ein paar Bilder der einzigartigen Landschaft…

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