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Gran Canaria ist überraschend grün!

15. April 2011

Von wegen sonnenverbrannt und braun-grau! Während unserer Inselrundfahrt zeigte sich GranCan grüner als je zuvor. Der erst kürzlich runtergerasselte Regen hat die Berge erblühen lassen: Sträucher, Bäume und Steppengräser blühten in allen Farben: von weiß, gelb, orange, rot bis hin zu blau und lila. Selbst in den sonst total verbrannten Regionen war es grün.
Unser Polo fuhr uns 250 Kilometer über die Insel. Von Maspalomas gings rein in die Berge nach San Bartolome, der Kreisstadt hier vor Ort – allerdings hat sie nur lächerliche 900 Einwohner. Zwischendurch hielten wir natürlich aller 10 Minuten an, um von Felsen, Stauseen und Wolken Fotos zu machen.
Direkt danach ging es zum Roque Bentaiga. Der 1404 Meter hohe Felsen ist sowas wie ein Heilgtum, mit alter Tempelplatte auf dem Gipfel. Hier sind alte Wohnhöhlen, Kultstätten und Lagerräume zu sehen. Allerdings ist der Aufstieg recht beschwerlich, von fehlenden Sicherheisvorkehrungen mal ganz abgesehen. Von oben hat man jedoch einen grandiosen Blick über die Insel – bis hin nach Teneriffa und zum Teide auf der einen Seite und dem Häusermeer von Las Palmas auf der anderen Seite. Am Fuss des Berges, winzig klein noch zu erkennen, liegen Stauseen und Dörfer.
Auffällig: In den vergangenen zwei Jahren wurde kräftig in die Infrastruktur investiert! Das Suchen, welche kleine Bergstrasse die Richtige ist, entfällt fast vollends. Denn inzwischen sind nicht nur die Strassen im Bergland vergleichsweise gut ausgebaut, auch die Beschilderung ist Top!
Weiter ging es nun über das Cruz de Tejeda – nette Ecke – nach Teror. Die über 500 Jahre alte Stadt gehört wohl zu den schönsten auf der Insel. Liebevoll sanierte Häuser, eine alte Dorfkirche, enge Gassen und urige Bäume bestimmen das Bild. Und die Restaurants: unglaublich lecker! Voriges Mal gab es „Knoblauch mit Hühnchen“, nun canarische Pellkartöffelchen im Meersalzmantel und roter Knoblauchsoße, sowie Bohnen und Hähnchenauflauf. Lecker!!!
Gut gestärkt rollten wir weitet gen Norden: Berge hoch und runter, an schroffen Felsen vorbei, dicht neben tiefen Abgründen. Auf der Suche nach dem Cenobio de Valeron – einem Höhlensystem (in den – Insider! – GlucksGlucks-Bergen). Doch ausgerechnet die waren nicht ausgeschildert. Wir irrten an der Küste entlang, kamen in Orte wie San Felipe, in die wohl sonst nie einTourist reist. Dafür zieht es dahin allerlei Surfer – die starke Brandung soll einmalig sein. Übrigens kann man von dort aus auch auf die Autobahnbrücke in 300 Metern
Höhe raufschauen, wie sie im Berg verschwindet.
Jedenfalls haben wir die Höhlen dann doch noch gefunden. Es sind 300 Kammern im Vulkangestein, die einst als Lager dienten. Heute wird dort viel restauriert und man geniesst überwiegend den tollen Ausblick in die Schluchten und zum etwa 2 Kilometer entfernten Meer, welches einst die bizarren Formationen bildete…
Letzte Station: Valle de Agaete. Ein Fischerdorf, von wo aus die Fähren nach Teneriffa ablegen. Dort hab es am Hafen noch einen Kaffee – mit Blick auf den im Sturm abgebrochenen „Finger Gottes“. Dann ging es Heim.
Dass klingt übrigens einfacher als es ist. Denn die 67 Kilometer an der Ostküste nach Maspalomas sind eine Aneinanderreihung von engen Kurven, schmalen Strassen, steilen Hängen, Serpentinen Stück und tiefen Abgründen. Denen kommt man vor allem bei Gegenverkehr bedrohlich nah. Die Strecke – über Mogan – braucht so über 2 Stunden!
Nach elf Stunden und 250 Kilometern hatte Maspalomas uns zurück. Und ich bin bestätigt worden: Gran Canaria ist wohl die bezaubernste, vielfältigste und aufregendste Insel überhaupt. Auch wenn man zum zehnten Mal hier ist…

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  1. 6. Juli 2011 um 17:18

    Tolle Bilder ! Man muss es aber auch selbst erlebt haben, auf Bildern von den Inseln sieht man meist nur braun und grau wie Du schon schreibst. Wenn man einmal da ist, sieht man wie vielfältig die Insel doch ist. LG Lupi

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