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Es wird mückig und ungewohnt auf Gran Canaria!

8. April 2011

Wo ist das Mückenspray? Ich werd gleich mal mein Bad durchsuchen und mir das rettende Elixier noch schnell in den Koffer stopfen. Denn die Nachrichten, die aus Maspalomas gemeldet werden, klingen bös nach Plagegeistern: Vor zwei Tagen wunderten sich Touristen und Einheimische über in weißen Schutzanzügen verpackten Arbeiter die an den Dünen von Maspalomas unterwegs waren.

Sie brachten 300 Liter Insektizid gegen die Mückenplage aus. Vor allem im Bereich um die Oase – den kleinen See kurz vor dem Strand, direkt am Kanal – versprühten sie größere Mengen eines Insektengiftes. In den letzten Tagen war die Invasion der stechenden Plagegeister so groß geworden, dass die Gemeinde die chemische Keule anordnete.

Der Stadtrat für Gesundheit, Pino Martin Cedres, vermeldete zuvor, dass das Auftreten einer höherer Zahl von Mücken nach der intensiven Regenzeit in diesem Jahr durchaus normal ist. Ausdrücklich wies ein Sprecher darauf hin, dass es sich bei der Mückenpopulation in Maspalomas nicht um die gefährliche Tigermücke handelt.

So sah es vor zwei Jahren schon aus - weite Teile des Strandes waren verschwunden, der Fels kam zum Vorschein.

So sah es vor zwei Jahren schon aus - weite Teile des Strandes waren verschwunden, der Fels kam zum Vorschein.

Probleme gibt es gleich daneben: Schwere Unwetter haben (mal wieder) einen Kanal zwischen Lagune und Strand geschaffen, der nur mit einer Holzbrücke passierbar sein soll. Mal schauen, ob das noch so steht, wenn wir hinkommen.

Wirklich gespannt bin ich auf die Ladenpassage am Faro in Maspalomas. Laut Nachrichten steht sie inzwischen – je nach Gezeiten – regelmäßig unter Wasser. Die Stürme im Herbst und Winter sollen so heftig getobt haben, dass der gesamte Strand in dem Bereich verschwunden ist und nun noch die Felsen zu sehen sind, die bis an die Passage reichen. Der Weg von den Dünen zum Leuchtturm am Wasser entlang sei nicht mehr möglich, heißt es. Anwohner erzählen, so etwas habe es seit 50 Jahren nicht mehr gegeben.
Ein Durchkommen vom Strand zum Faro soll kaum noch möglich sein.

Ein Durchkommen vom Strand zum Faro soll kaum noch möglich sein.

Problematisch: Viele Läden haben ihre Treppen direkt zum Strand hinunter – so wie die Strandapotheke. Doch sie sind von dort aus nicht mehr passierbar. Schlimmer noch, viele von den Läden sollen nun systematisch unterspült werden.

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