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Merkels Atom-Eier im Wahlkampf

14. März 2011

Eier, Eier, Eier: CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel kreist um den heißen Brei herum und traut sich nicht hineinzustechen. Nach der Erdbebenkatastrophe in Japan folgt nun offenbar – oder hoffentlich nicht – die Atomkatastrophe. Nachdem die Bundesregierung uns seit Tagen vorbetete, dass in Deutschland alles vieeel sicherer ist und wir uns keine Sorgen machen müssen, kam heute nun die Kehrtwende. Neckarwestheim und Isar I sollen vom Netz. Und zwar bald. Hä?

Zick-Zack-Merkel schlägt wieder zu: Nun will sie doch über Laufzeiten von Atomkraftwerken sprechen. Immerhin gehen viel zu viele Menschen auf die Straße und protestieren gegen die erst vor wenigen Monaten von CDU-FDP durchgedrückten längeren Laufwerkszeiten. Und an den beiden kommenden Wochen sind auch noch Landtagswahlen. Ganz dumme Kombination. Also zeigt sie heute mal „Flagge“ und erklärt ein Moratorium für den Laufwerksvertrag. Klingt erstmal gut. Nur der Kompromiss soll für 3 Monate ausgesetzt werden. Die alten Sicherheitsstandarts werden nicht reaktiviert. Dann sind die Wahlen rum und alles kann so weiter gehen wie bisher. Oder nicht?

Neckarwestheim und Isar I sollen vom Netz. Hieß es in der Pressekonferenz heute Nachmittag. Nun, im ZDF, will sie sich nicht mehr festlegen, dass und wann die beiden Uraltkraftwerke vom Netz kommen. Nun will sie noch einmal mit den zuständigen Ministerpräsidenten reden…

Irgendwie ist das doch alles wirr, was die Frau und die Bundesregierung von sich geben. Lassen wir mal den ganzen Parteienquatsch weg: Entweder unsere Atomkraftwerke sind sicher und waren es, dann bleiben sie es auch. Zumindest wurde uns das doch so die letzten Monate gebetsmühlenartig vorgebetet. Und auf einmal haben wir eine neue Situation und überlegen, ob wir gleich zwei Werke vom Netz nehmen? Was denn nun? Sicher oder nicht? Kann man den Dingern trauen oder nicht? Wo ist denn für Deutschland die neue Situation? Erdbeben und Tsunamis werden wir doch nicht zu befürchten haben. Also hat sich die Situation doch nicht geändert? Und wenn die „neuen Probleme“ jetzt wirklich gravierend wären, dann waren sie es doch bisher auch. Dann hat die Regierung aber“ unverantwortlich geschlampt! Wenn es um die Frage „Flugzeugabsturz“ und damit verbundenen Notstromausfall geht – auch diese Problematik ist doch bekannt… Und mit Nichten brennend neu. Aber da war die parteieinfinanzierende Atomlobby wohl bei der CDU stärker als das allgemeine Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung.

Also, alles Wahlkampf? Oder befinden wir uns in einer viel größeren atom-politischen Krise?

  1. steph
    14. März 2011 um 21:56

    beängstigend

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