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Heuchler: Ahmadinedschad zu Libyen

23. Februar 2011

Dass Irans Diktaor Ahmadinedschad einer der größten Lügner ist, sollte seit ein paar Jahren bekannt sein. Doch nun setzt er sich selbst die Krone der Heuchlerei auf: „Anstatt Menschen zu töten, höre auf sie“,  sagt Mahmud Ahmadinedschad im  Nachrichtensender Khabar und meint  Muammar al-Gaddafi. Dann fragt er: „Wie ist es möglich, dass ein Staatschef Kampfflugzeuge, Panzer und Kanonen gegen seine eigenen Leute einsetzt und immer wieder davor warnt, wer etwas sagt, wird umgebracht?“ Und er selbst?

Als die Proteste in Tunesien und Ägypten begannen, versuchte er sie zuerst als „islamische Revolution“ und „Erwachen“ für sich selbst und sein Regime zu missbrauchen. Als dies nicht funkionierte, ließ er eilige ausländische TV-Sender sperren, erschwerte den Zugriff auf das Internet. Als es Solidaitätskundgebungen in Thehran gab, ließ Ahmadinedschad seine Schlägergruppen los, seine religiösen Wächter. Oppositionelle wurden inhaftiert – im „Parlament“ wurde gar deren Hinrichtung gefordert. Von der „grünen Revolution“ im Iran, die er blutig niederschlagen und dutzende Menschen inhaftierte und hinrichten ließ, ganz zu schweigen.

Offenbar gilt „Anstatt Menschen zu töten, höre auf sie“ nur für andere Staaten, nicht für den Iran selbst. Die Unruhen könnten sich, laut Ahmadinedschad, auch auf andere Kontinente ausbreiten – und meint damit die USA und Europa. Der Iran natürlich, der sei gefstigt…