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Santo Domingo – noch ein Kolumbus

10. November 2010

Halb sechs aufstehen. Und das im Urlaub! Ja, heute war das nötig, wollten wir doch einen Ausflug nach Santo Domingo machen. Vermieste uns vorige Woche der Hurrikan noch die Tour, brutzelte heute die Sonne nur so vom Hinmel.
Die Fahrt von Punta Cana in die Hauptstadt dauert vier Stunden. Aber die haben wir größtenteils verschlafen. Gegen elf trafen wir dann mit unserer Gruppe ein, direkt an den Tropfsteinhöhlen. Tief ging es unter dir Erde, zum Glück kann ich seit drei Tagen wieder völlig problemlos und ohne zu hüpfen die Treppen runtersteigen. Die drei Seen in der Höhle waren echt nett anzuschauen, einfallendes Tageslicht färbte sie blau. Dazu war es angenehm kühl.
Auf dem Weg in die Innenstadt gabs nen Fotostop am Kolumbus-Leuchtturm – das hat die Form eines umgekippten Kreuzes. Und schon ging es rein in die Stadt: Immerhin soll es die erste Stadt der neuen Welt sein, die von Kolumbus gegründet wurde. Also ging es ins Kolumbus-Museum – wo seine Nachfahren gelebt haben. Im Anschluss wurde die älteste Kirche der Insel besucht – wo Kolumbus begraben liegt. Natürlich! Der Mann hatte entweder ganz viele Doppelgänger oder hat mehrfach gelebt: Er liegt ja auch in Lissabon, Havanna, Madrid, Sevilla… Na, aber hier schmunzelnder Reiseführer wenigstens bei der Behauptung!
Das Essen lass ich mal lieber aus, das war nicht so doll. Irgendwie sind wie durch unser Hotel zu verwöhnt…
Statt uns wie die anderen am Nachmittag in so ein Shopping-Center zu quälen, sind wir die schnuckelige Einkaufsmeile langgelaufen. Echt tolle koloniale Häuser stehen da! Nur leider zum Teil schon recht verkommen. Aber sie haben Charme, so wie auch die Einwohner, de sich gern fotografieren ließen, ob beim Schlummern in Schatten oder ein Arbeiten an ihren Läden. Letztlich haben wir noch das National-Monument besucht. Und dabei festgestellt, dass ein Stadtbummel allein immer viel informativer und spannender ist, als in der Gruppe. Allein der irre Verkehr mit den Uralt-Trucks und die wirren Stromleitungen an den Häusern, die vielen verspielten Balkons… Das konnten wir so in Ruhe betrachten.
Denn als wir mit der gegen 15 Uhr wieder zusammen stießen, ging es gleich zum Bus – vier Stunden Fahrt zurück zum Hotel. Von der Stadt selbst hätten wir so kaum was gesehen…