Startseite > Dresden, Medien, TV > DDR-Star: Helga Göring – Tod im Pflegeheim

DDR-Star: Helga Göring – Tod im Pflegeheim

13. Oktober 2010

Helga Göring privatSie war zu DDR-Zeiten ein Star im Fernsehen und Theater: Helga Göring. Mit 88 Jahren starb sie bereits am 30. September, wie erst heute bekannt wurde (Dresdner Morgenpost),  in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz. Sie war die „reizende Schwester“, geboren in Meißen, die immer ein großes Lächelnund eine laute Klappe hatte – sie wird unvergessen bleiben.

Bekannt war die Göring jedem DDR-Schüler durch ihre Hauptrolle in „Die große Reise der Agathe Schweigert“ – als sie in den Wirren des zweiten Weltkrieges ihren Sohn sucht. Aber auch in einigen „Polizeiruf – 110“-Folgen war sie zu sehen oder im Film „Das verurteilte Dorf“, „Stärken der Nacht“, „Zwei Mütter“ und „Denk bloß nicht, ich heule“ . In der Serie „Rentner haben niemals Zeit“ (1978/79 mit Herbert Köfer) spielte sie sich in die Herzen eines Millionen-Publikums.
Das Theater und auch DDR-Fernsehen feierten die zweifache Nationalpreisträgerin für die Komödien der  „Drei reizenden Schwestern“ – mit Ingeborg Krabbe und Marianne Kiefer. Auch in der Dresdner Komödie waren sie damit immer wieder zu bewundern. Nach der Wende wurde es stiller um Helga Göring – selten war sie noch im „Polizeiruf“ und im ZDF-„Landarzt“ zu erleben. 2004 spielte sie letztmals mit 82 Jahren im WDR-Tatort „Hundeleben“ eine alte Dame in einem Altersheim.
Das Ende der großen alten Dame war einsam: Ihren Lebensabend verbrachte sie  in einem Pflegeheim – unter der Vormundschaft ihres Enkels Benjamin.

Helga Göering - Drei reizende SchwesterGöring - Rentner haben niemals Zeit