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Pyro Games: Teuer, kurz und verzichtbar

4. Oktober 2010

Oh je, die „Pyro Games 2010“ in Dresden waren ein besserer Witz. Statt Feuerwerk in Hülle und Fülle gab es am Samstag nur Rummel-Musik und dusselige Moderatoren-Sprüche. Wer allen Ernstes  bis zu 24 Euro für diese „Show“ gelegt hat, muss ich grün und blau geärgert haben. Und sowas nennte sich die „Champions League der Feuerwerker“!

Vor Jahren waren die Pyro Games noch ein Wettbewerb der Feuerwerker. In mehreren Kategorien traten vier bis sechs Teilnehmer an. Den ganzen Abend gab es so ein Feuerwerksspektakel, welches einen Besuch – und Eintritt – rechtfertigte. Synchron zur Musik wurden die Böller und Rakten gezündet. Noch im vorigen Jahr gab es so zwölf Feuerwerke.

Doch dieses Jahr war alles anders: Drei (!) lächerliche 5-Minuten-Feuerwerke! Mehr nicht. Und die auch noch über den ganzen Abend, von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr, verteilt. Von Synchronität keine Spur – es war einfach nichts Besonderes. Zwischendurch gab’s eine „Lasershow“ – sprich fünf Laserstrahlen, die sich in der Luft drehten. Jede Dorfdisco bekommt das hin. Das Schlimmste: Zwischen den Feuerwerken lief Rummelmusik, mit der entsprechenden Proll-Unterhaltung.  Wer tatsächlich bis zu  24 Euro für den Sitzplatz im Ostragehege gezahlt hat, muss sich dumm und dämlich geärgert haben. Immerhin waren rund 6 000 Besucher vor Ort! Wir haben zum Glück „nur“ auf der anderen Elbseite gefroren, aber für die lächerlichen drei Feuerwerke kein Geld ausgegeben.