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Dresden: Brückenirrsinn geht weiter

24. September 2010

Och nö, nicht schon wieder! Diesmal klagt die Grüne Liga per Eilklage vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen gegen den Bau der Waldschlößchenbrücke in Dresden.  „Eine weitere Schädigung des ökologisch wertvollen Elbtals soll abgewendet werden“, erklären die Öko-Aktivisten. Gestritten wird über das „Einschwimmen“ des Hauptbrückenteils über die Elbe. Die Landesdirektion hat dies jüngst genehmigt.

Logischerweise passt das der Liga nicht. Denn ursprünglich hatte die Stadt Dresden „vergessen“ sich eine genehmigung dafür erteilen zu lassen, da für das Einschwimmen Teile des Elbgrundes vertieft, sprich abgebaggert werden müssen. Das Gericht hat die Stadt nun gebeten, mit den notwendigen Arbeiten zur Aufschüttung an den Ufern sowie zur Ausbaggerung der Fahrrinne für die Pontons bis zum 31. Oktober zu warten, so OVG- Sprecher Michael Raden. Das heißt, wenn die Stadt nicht selbst erstmal stoppt – wird das Gericht ’nen Baustopp verhängen.

Was wirklich nervt: Die Brücke ist doch faktisch fertig. Die Zufahrten sind gebaut. Der Tunnel gemauert. Die Brücke liegt fertig montiert am Elbufer. Den Bau jetzt noch aufhalten zu wollen ist fast schon fanatistisch, da es sinnlos ist. Ursprünglich war ich ja auch gegen die Brücke, da ich sie verkehrspolitisch unsinnig finde. Aber es gab eine demokratische Abstimmung, einen Meinungsbildungsprozess und nun seit einigen Jahren läuft der Bau. Nun das Projekt anzuhalten ist einfach nur Irrsinn und tut der Grünen Liga auch keinen Gefallen…