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Google plant eigenes „Facebook“

29. Juni 2010

Da soll noch mal einer sagen, dass Microsoft ein Krake sei oder sich Apple zu einem entwickelt! Eine Firma, die den Hals nicht voll bekommen kann (Warum auch?), ist Google: Nach dem Erfolg der Suchmaschine, des Mailprogrammes und neuerdings des Google-Handys, machen sich die Amis nun daran, Facebook die Stirn zu weisen. Ein Unternehmen, was nicht ganz einfach werden könnte, ernsthafte Probleme bringen kann, aber auch Erfolg verspricht.

Kevin Rose, Chef der Social News-Seite digg, deckte es nun auf: mit „Google me“ versucht der Suchmaschinenriese nun gegen Facebook anzutreten, will ein gigantisches soziales Online-Netzwerk aufbauen. Details sind noch geheim – auch eine Bestätigung von Google steht noch aus. Das Projekt wird geheim vorangetrieben, soll frühestens im Herbst an den Start gehen.

Auf dem Browser-Markt tummelt sich Google bereits mehr oder weniger erfolgreich, hat Microsoft attakiert. Im Suchmaschinenbereich liegt der Konzern seit Jahren an der Spitze – wer kennt schon Altavista, yahoo, bing? Im Handymarkt, besser gesagt im Smartphone-Markt prescht der einstige Verbündete von Apple nun gegen genau diesen mit eigenen Telefonen vor.

Google-Mail, G-Mail oder wie immer der eigene Mail-Anbieter auch heißen mag, ist ernsthaft zur Konkurrenz von Hotmail geworden, gräbt auch Apples mobile-me Kunden ab, da er ähnliche Funktionen bietet, wie sie Apple kostenpflichtig anbietet.

Was liegt nun also näher, auch ins soziale Netzwerk einzusteigen? Immerhin sind dort Werbekunden direkt anzutreffen. Dort kann sich der Datenkrake Google noch besser und einfacher an persönlichen Daten und Fotos seiner Nutzer laben. Man denke nur an die Facebook-Sicherheitsbestimmungen, die ständig kritisiert werden. Glaubt einer daran, dass Google dies anders handhaben würde? Geschweige denn nicht einsetzt? In Verbindung mit Google-Maps wird der Nutzer dann wirklich zum gläsernen Konsumenten!

Nun, die Chancen, das Google sich mit „Google me“ etablieren könnte, stehen nicht schlecht. Alles aus einer Hand – das ist immer gut und nutzerfreundlich. Die Art und Weise, wie Google seine Produkte in den vergangenen Jahren in den Markt gedrängt hat, lässt auch diesmal wieder einen Erfolg vermuten.

Wenn, ja wenn: Mit sozialen Netzwerken ist das ja so eine Sache. Sie können gut gemacht sein. Günstig… Doch wenn die Freunde nicht da sind, die Gewohnheiten nicht stimmen, das Umfeld einfach nicht passt – dann wird das nix. Man hat es bei den VZ-Netzwerken in Deutschland gesehen. Kurzzeitig waren sie unangefochten – dann kamen sie mit Updates, Neuerungen und Kundenpflege nicht hinterher und haben an Boden verloren.

Facebook liegt nun gleich auf mit ihnen, Tendenz für VZ „stark fallend“. Warum also sollten nun Stamm-Faceboo-Nutzer zu „Google me“ wechseln? Wieder müssten die Freunde überredet werden mitzugehen. Wieder müssten Fotos neu hochgeladen werden. Wieder müsste die ganze Community sich umgewöhnen. Wenn Google nicht wirklich was komplett neues, einzigartiges vorstellt, könnte diese Investition in die Hose gehen…

  1. Mark
    29. Juni 2010 um 21:18

    „im Smartphone-Markt prescht der einstige Verbündete von Apple nun gegen genau diesen mit eigenen Telefonen vor.“

    es handelt sich lediglich um ein Betriebssystem (Android).

    „Glaubt einer daran, dass Google dies anders handhaben würde?“

    Ja. Liegt ja auch nahe,

    „Google-Mail, G-Mail oder wie immer der eigene Mail-Anbieter auch heißen mag“

    Wie wär’s mit nachgucken?

  2. 29. Juni 2010 um 21:28

    oh, einer, der es ganz genau nehmen will🙂
    dann „google“ doch mal, denn google-mail und gmail sind letztlich das gleiche, je nachdem, wo sie gerade unter welchem namen erlaubt sind… so und nicht anders war es gemeint. und ein google-phone ist es nun mal umgangssprachlich. ist nun mal so.🙂
    muss ich mit einem ähnlichen satz am ende kontern? nö, oder…

  3. Kreditkarte
    5. Juli 2010 um 02:53

    Wichtiger Artikel, ich werde wohlnun auch gleich wieder weiter baelttern hier. Bis zum Naechsten mal.

  1. 30. Juni 2010 um 08:38
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