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Sture IKK-Sachsen!

23. Juni 2010

Seit zwei Wochen sich nicht bewegen zu können, dass ist schlimm. Es geht ein paar Meter vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer, mit Pause mal auf den Balkon, unter Mühen in die Küche. Geschweige denn komm ich die 500 Meter bis zur nächsten Straßenbahn, um mit drei Mal umsteigen zum Arzt zu gelangen. Deswegen gab der mir einen Kranken-Beförderungsschein. Doch die Krankenkasse weigert sich beharrlich, die Kosten zu tragen!Es macht echt kein Spaß mehr: Der Rücken tut vom liegen weg. Die Hände schmerzen von den Krücken. Das rechte Bein wird täglich dünner und der Fuß tut weh. Trotzdem bin ich optimistisch – auch die längsten zehn Wochen müssen mal rum sein und ein Fünftel ist ja nun schon weg. Auf Empfehlung meines operierenden Chirurgen habe ich mir meinen nachbehandelnden Arzt in der Nähe des Krankenhauses gesucht und eben nicht direkt vor der Haustür. Freie Arztwahl sei Dank – ich bin mit ihm auch rundweg zufrieden.

Einen Anfall könnte ich hingegen bei meiner Krankenkasse, der IKK Sachsen- jetzt IKK-Classic -, bekommen! Da ich, wie erwähnt, mich kaum per Fuß fortbewegen kann, wurde mir von meinem Chirurgen ein Kranken-Beförderungsschein ausgestellt. Bei einer Sprunggelenkverletzung sei dies gerechtfertigt. Damit kann ich mit dem Taxi von zu Hause zur Behandlung und auch wieder zurück fahren. Dich die IKK weigert sich, die anfallenden Taxi-Kosten zu tragen! Am Telefon wurde mir gerade erklärt, dies würde der Leistungskatalog – vorgegeben von den Gesundheitsministern – nicht vorsehen. Bitte was? Wie soll ich denn sonst zum Arzt gelangen, wenn nicht mit dem Taxi? Ich darf das Bein sechs bis acht Wochen nicht bewegen, aber die Kasse ignoriert das stur. Man dürfe das nicht zahlen und ich habe schließlich zwei Gehhilfen zum Laufen. Außerdem könne mich ja auch ein Bekannter zum Arzt fahren.

Nun, liebe IKK: Ich habe viele liebe Bekannte und Freunde, die mir alle sehr sehr gern helfen wollen und dies auch tut. Nur sie alle haben etwas gemeinsam: Sie sind berufstätig! Dass heißt, sie können mich nicht tagsüber durch die Stadt fahren. Wenn es nicht die medizinische Notwendigkeit fürs Taxi geben würde, dann hätte ich den Beförderungsschein auch nicht von meinen Arzt bekommen. Ich würde liebend gern mit der Bahn fahren, um mal wieder was zu sehen und mir nicht wie eine Last vorzukommen! Und mein Auto würde sich auch über Bewegung freuen…

Ich frage mich ernsthaft, warum ich nicht sofort bei der IKK kündigen und mich nicht doch privat versichern sollte. Ich zahle seit Jahren den „freiwilligen“ Höchstbetrag und werde jetzt von denen behandelt wie ein unmündiges Kind…

  1. nachrichten
    15. Juli 2010 um 15:24

    Wirklch sehr informativ! Werde aufjedenfall wieder kommen. Danke fuer den Beitrag.

    Gruss
    Andres

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