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StudVZ gewinnt gegen Facebook

16. Juni 2009

facebook_logoDeutsche Rechtssprechung ist nicht immer nach zu vollziehen. Bestes Beispiel: Das heutige Urteil des Kölner Landgerichtes zu StudiVZ. Das Gericht sah „keine unlautere Nachahmung“ von StudiVZ in dessen Quellcode zum Konkurrenten Facebook. Dabei stellte es zeitgliech „nicht zu übersehende Übereinstimmungen“ zwischen den beiden Communitys fest.

So ist das „Poken“ bei Studi ein „Gruscheln“, der Seitenaufbau ist – zumindest mit der vorherigen Version von Facebook – identisch. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch die neuen Funktionen geklaut werden.

Dennoch: studivz_logoEine „Herkunftstäuschung“ liegt, so das Gericht,  nicht vor. Da Facebook im Jahr 2005, als StudiVZ in Deutschland loslegte´, hier zu Lande noch nicht so bekannt war. Dass studiVZ sein gesamte Layout und sämtliche Funktionen dreist bei Facebook klaute, spielt offenbar keine Rolle. Eine frühere Version trug angeblich im Quellcode sogar den Begriff „Fakebook“. Damit ist wohl nun jedermann in Deutschland erlaubt erfolgreiche internationale Webseiten zu „klauen“, zu kopieren und unter eigenem Namen rauszubringen, solange sie in Deutschland noch nicht bekannt sind… Unglaublich!

Facebook kann nun noch vor’s OLG gehen. Hoffentlich machen sie das!