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US-Präsident Barack Obama in Dresden…

27. Mai 2009

obama 3Kommende Woche Donnerstag ist es soweit: US-Präsident Barack Obama besucht Dresden! Es wird der wichtigste Staatsbesuch aller Zeiten in Sachsen und wird auch den größten Polizeieinsatz seit 1989 in Dresden auslösen. Sperrungen, abgestellte Handynetze, Personenkontrollen und Chaos pur drohen der Stadt. Wofür? Für kostenlose Werbung auf der gesamten Welt! Seit Tagen nehmen Secret Service und BKA schon die Innenstadt unter die Lupe – der Flughafen wurde genau beäugt, das Kempinski-Hotel, die Frauenkirche und der Neumarkt. Alles Standorte, die Obama offenbar besuchen will.

Im Taschenberg wird der US-Präsident während seines zweittägigen Privatbesuches offenbar schlafen – obwohl mich das bis heute skeptisch stimmt, denn solche Infos werden eigentlich vorher nie bekannt. IMG_0171Egal, das Kempi befindet sich dann ab kommende Woche Donnerstag in der „roten Zone“ – und  schon einen Tag vorher wird begonnen die Stadt abzuriegeln. In der roten Zone wird selbst der Handyverkehr gestört – nur die US-Sicherheitskräfte können dort kommunizieren. Zur wichtigsten Sicherheitszone zählen auch die Frauenkirche, Zwinger, Semperoper, Fürstenzug, Grünes Gewölbe und Neumarkt – alles Orte, die Obama offenbar besuchen will, wenn er von Donnerstag bis Freitag in der Stadt weilt.

IMG_01736 000 deutsche Sicherheitsbeamte stehen bereit – offenbar bis zu 800 eigene bringt Obama mit. Sechs Flugzeuge werden erwartet – vier werden bereits Anfang kommender Woche landen und unter anderem „The Beast“ (die Limousine) mitbringen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen an: Gullydeckel zuschweißen, Briefkästen und Fahrradständer abbauen, Blumenkübel beseitigen und Mülleimer abbauen. In der „roten Zone“ werden die meisten Ladeninhaber schließen müssen – so wurde es ihnen schon mitgeteilt, zumindest auf dem Neumarkt wird fast alles zu haben… Auch der Schiffsverkehr auf der Elbe ist gesperrt. Für seine Ankunft werden drei Einfallsstraßen in die Stadt reserviert: Königsbrücker, Hansa-Straße und Autobahn. Zumindest die Königsbrücker wird zwei Stunden vorher gesperrt! Die Augustusbrücke wird ab Donnerstag komplett gesperrt, die DVB-Straßenbahnen umgeleitet. Nur über fünf Zugangspunkte können normale Dresdner und Besucher von Zone 2 in Zone 3 gelangen – pro Person oder Auto werden Kontrollen von etwa 1 Minute Dauer erwartet.

In Dresden wird sich Obama offenbar mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich treffen, auch ein „Date“ mit Kanzlerin Angela Merkel ist geplant, bevor er weiter nach Buchenwald / Erfurt reist. Übrigens: First Lady Michelle wird höchst wahrscheinlich  nicht mitkommen!

Was bringt es Dresden? Hoffentlich viel: Über 100 TV Teams aus der ganzen Welt wollen kommen, hunderte Print-Journalisten haben sich bereits akkreditiert. Das Obama-Chaos wird als eine touristische Außenwirkung entfalten, von der die Marketing-Agenturen der Stadt nur träumen können…

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  1. 4. Juni 2009 um 10:36

    Nun kommt der Obama nach Deutschland und alles steht Kopf.
    Die höchsten Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen damit er sich Buchenwald und Weimar angucken kann.
    Naja solange er dann wieder weiter zieht ist das ja ok.

  2. Olit
    4. Juni 2009 um 13:28

    Er kann gern kommen. Nur kommt mir bei dem Gedanken, dass Anwohner gelbe Bändchen ums Handgelenk tragen müssen, nur um ihre Wohnungen nutzen zu können, ein fader Beigeschmack an Krakau auf. Um so mehr, da Obama danach Buchenwald besuchen will…

    MfG

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