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Nein Danke, Benjamin Button

1. Februar 2009

benDer seltsame Fall des Benjamin Button, eigentlich sollte dieser Oscar nominierte Filme – immerhin bewirbt er sich für 13 Preise – ja eine gewisse Unterhaltung garantieren. Doch die 166 Minuten zogen sich wie endlose 200. Langeweile pur, Kitsch in Perfektion und von guter Unterhaltung keine Spur.

benjamin-buttonMan hätte es ja wissen können oder müssen: Ein rührseeliger Film mit Brad Pitt, der auch noch auf einem Frauenroman beruht – dass kann nix werden. Doch wir haben uns überreden lassen und es probiert. Zur Ehrenrettung muss ich erwähnen, die Idee des Filmes hat was. Auch die ersten Szenen mit dem Schrumpel-Baby waren durchaus gut gemacht. Höchst unterhaltsam war der senile Greis, der ständig fragte: „Habe ich schon mal erzählt, dass ich sieben Mal vom Blitz getroffen wurde?“

Doch leider begann es dann schnell zu verkitschen. Nebenhandlungs-Stränge wurden sinnlos eingeführt, Personen überzeichnet. Längen reihten sich an Längen. Als dann noch in einer „Popp-Szene“ im Hintergrund die Mondmissions-Rakete in den Himmel schoss, war es endgültig vorbei…

Schade eigentlich. Denn wie gesagt, man hätte was draus machen können! Doch so war er die acht Euro nicht in Ansätzen wert, nicht mal auf DVD wäre er zu empfehlen. Im TV wird er sicher mal als Zweiteiler in der ARD laufen. *Gähn* Wer „Joe Black“ schon grenzwertig fand, sollte sich Button kneifen!

Ulkig waren hingegen manche Computer-Effekte, die einfach zu überzogen waren: Da wurden Falten zu arg entfernt, Haar künstlich annimiert und Gesichtszüge verstärkt, was zum Teil krotesk wirkte.

Positiv: Zum ersten Mal seit 15 Jahren war ich wieder im jetzt neu eröffneten Dresdner Rundkino. Und es hat mir echt gut gefallen – Preise gut, Service gut, Plätze gut. Kann ich nur empfehlen!

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  1. Thomas Schiebler
    1. Februar 2009 um 15:19

    Ich habe den Film gestern abend mit meiner Freundin gesehen und kann nur sagen, dass du Recht hast. Langweilig! wir sind sogar noch vor dem Abspann gegangen.

  2. flattersatz
    2. Februar 2009 um 11:54

    Ich lese, ich bin nicht allein mit meiner Meinung. Und stimmt: die Blitzgeschichte ist der einzige Moment in 7 Abteilungen, in denen man mal unterhalten wurde…

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