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„Protest“-Zug

12. November 2008

Okay, das Wortspiel ist dämlich. Aber es passt zum heutigen Tage. Denn es beschreibt genau die beiden Ereignisse, welche heute Dresden bewegt haben. Zum einen entgleiste heute Nachmittag auf der Marienbrücke ein Zug – ohne Verletzte, hüpfte einfach nur unspektakulär aus dem Gleis. Zum anderen protestierten rund 6000 Studenten vor dem Landtag. Gut, das ist nix besonderes, als ich studierte, bin ich auch mit gelaufen. Aber wir haben uns zumindest benommen. Heute eskalierte es vor dem Parlament: Rund 150 Idioten versuchten den Landtag zu stürmen. Die Polizei war lächerlich dünn hinter den Absperrungen aufgestellt, so dass die Chaoten leichtes Spiel hatten und den Absperrgürtel schnell überwanden. Drei schafften es sogar in den Landtag. Die anderen immerhin bis auch wenige Meter an die Glastüren, die eilig verrammelt wurden. Der Presse und den Abgeordneten auf der Freitreppe wurde dabei schon ein wenig mulmig. Man weiß ja nie, was die Deppen vor haben. Das Schlimme ist an der ganzen Angelegenheit: Jedes Verständnis für die durchaus berechtigen Belange der Studenten geht flöten, wenn ein paar Idioten quer schießen und solche Aktionen machen. Da fällt mir glatt der Spruch ein, der immer gebrüllt wurde: „Wir wollen mehr Bildung!“ Ganz klar: Ich bin dafür, aber schnell!