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Blind bleibt blind…

10. Mai 2012

Ich muss wohl blind bleiben. Leider. Die Kontaktlinsen wollen seit Wochen nicht mehr auf die Augen – ich schiebe es mal auf den Heuschnupfen. Also kam die Alternative Brille – mal wieder – auf die Tagesordnung. Doch sooo einfach wie man denkt ist es nicht, mir ein Gestell auf die Nase zu setzen. Nach Pleiten, Pech und Pannen kam heut der nächste Dämpfer…

Ein Brillengesicht hab ich einfach nicht. Schon die Suche nach einer Sonnenbrille artet zum Tagesprogramm aus. Aber da hab ich zum Glück voriges Jahr eine entdeckt und noch immer nicht verloren. (Dreimal auf Holz klopf!) Aber die macht leider die Umwelt nicht scharf. Nun bin ich ja ein Verfechter von schwammigen Bildern. Meist ist es ja ganz angenehm, nicht immer alles richtig sehen zu müssen. Doch gelegentlich, wie beim Autofahren, kann es sinnvoll sein, den Straßenrand nicht nur zu erahnen, sondern auch zu erkennen. Und wenn die Kontaktlinsen einfach nicht mehr wollen, muss es eine Brille sein!

Also zu Fielmann. Fielmann, muss ich ganz ehrlich sagen, ist in Dresden top. Klasse Service, freundliches Personal. Und geduldig! Denn schon das Messen war ein Spaß für die Optikerin. Denn meine Augen sind anders. Rechts ist dominant, mein armes linkes Auge wird also unterdrückt. So wundert es mich auch nicht, dass das rechte “negativ” tickt, das andere “positiv”. Und beide divergieren um die 2,5 Dioptrien zueinander. Glückwunsch: Mit Brille kann mir nur übel werden, so die Optikerin. Denn das Hirn, auch meins, kann mehr als zwei Dioptrien in entgegengesetzten Richtungen nicht verarbeiten. Also wird das ohnehin schon unterdrückte Auge solange abgeschwächt, bis ich das Probegestell ohne Übelkeitsanfälle auflassen kann. Dann  kommt der lustige Teil: Die Brille suchen! Nach zwei Stunden war sie gefunden: Ein Modell, dass auf meine Nase passte und mich nicht völlig zum Nerd werden ließ. Also bestellt. So weit so gut.

Acht Tage später, Fielmann meldet sich noch immer nicht, schau ich mal vorbei.”Problem, das Modell gibt es nicht mehr.” Ahhhh! Marc O’Polo hat es aus dem Programm genommen. Also, schweren Herzens, wurde das Vorführmodell verwendet, welches noch völlig neuwertig war. Gläser rein und los. Nur, nach ein paar Stunden war es wieder soweit: Übelkeit. Offenbar war die Stärke noch immer zu stark, das arme unterdrückte Auge stieg aus. Alles wurde schwammig… Wieder zu Fielmann. Die sind ja so klasse, dass sie drei Wochen später noch austauschen oder zurück nehmen. Wieder wurde neu gemessen und das linke Auge noch ein wenig abgeschwächt. Und das neue Glas bestellt.

Heute sollte es nun eingebaut werden. Brille früh abgegeben, nachmittags sollte ich dann endlich den vollen Durchblick bekommen. Okay, das Wort “sollte” verrät schon alles: Natürlich klappt’s nicht. Diesmal sind meine komischen Augen unschuldig. Das Glas ist zerbrochen beim Einbau! Dass kommt davon, wenn man einen dünnen Rahmen hat und dann dünnes Glas braucht. Also dauert es jetzt noch mal acht Tage, bis es soweit ist. Es sei denn, die Natur besinnt sich, stellt den Pollenflug ein und ich bekomme endlich die Linsen wieder auf die Augen…

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