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Brücke in Dresden gesprengt

29. April 2012

Kurz nach halb 5 in der Nacht dröhnten erst zwei Warnhupen durch das verschlafene Dresden, dann donnerte es zwei Mal hintereinander. Die Bahn sprengte den ersten Teil der Eisenbahnbrücke über der Großenhainer Straße (an der DVB-Haltestelle Liststraße). Kurz vor elf Uhr wurde heute das rund 20 Meter lange abgesprengte Brückenteil am Stück auf einem Tieflader abtransportiert.

In den kommenden Jahren ertüchtigt die Bahn bekanntlich die S-Bahn- und Fernbahnstrecke zwischen Dresden und Meißen. Dafür werden auch sämtliche Brücken erneuert. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Brücken an der Hansa- oder Rehefelder-Straße dran glauben mussten, war heute Nacht die an der Großenhainer dran. Schon in den Nachmittagsstunden des Samstags wurde gesichert, gewerkelt und vorbereitet. Seit 20 Uhr waren pausenlos die Signalhupen der Bauarbeiter zu hören, denn der S-Bahn-Verkehr lief weiter! Dann wurde die Großenhainer gesperrt – Autos umgeleitet, die Straßenbahnlinie 3 durch Ersatzverkehr ersetzt. Die Oberleitungen wurden abmontiert, die Straße abgedeckt… Kurz nach halb 5 Uhr in der Nacht dröhnten wieder die Warnhupen. Dann detonierten kurz hintereinander zwei Sprengladungen und das Brückenteil, dass bislang Meißen in Richtung Bahnhof Neustadt verbunden hatte, krachte auf die Straße. Mit einem Autokran wurde es am Morgen auf einen Schwerlaster gehievt. Und gegen Mittag abtransportiert… Nun wird die Brückenhälfte erneuert. Ist sie fertig, muss die zweite Seite dran glauben.

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